Lippe-Sperrung

Liebe Sportkameradinnen und Sportkameraden,

Mitte September wurde die Umweltbeauftragte des Bezirks darüber informiert, dass der Kreis Recklinghausen die Offenlegung eines Landschaftsplanes plant, der die Nutzung der Lippe durch den Kanusport auf 2 Teilstücken ganzjährig verbieten soll. Wir haben uns daraufhin sofort um einen Termin beim Landrat bemüht, der uns auch kurzfristig gewährt wurde. Am Gespräch mit dem Landrat, an dem auch Vertreter der Unteren Landschaftsbehörde und Vertreter des Kreissportbundes teilgenommen haben, wurden wir dann über den Inhalt des geplanten Landschaftsplans informiert.

Wir haben uns auch an die Bürgermeister der Städte gewandt, die im Bereich der geplanten Sperrung liegen und haben diese über die Problematik informiert. Die Bürgermeister der Städte Marl, Datteln und Haltern haben uns ihre Unterstützung zugesichert und haben ihrerseits Kontakt mit dem Landrat aufgenommen.

Da der Termin unserer Bezirksvorstandsitzung am 20. September 2016 unmittelbar vor der Sitzung des Kreistags am 26. September 2016 stattfand, haben wir zu dieser Vorstandssitzung die Vorsitzenden der Anliegervereine, den Geschäftsführer des Kanuverbandes NRW Randolf Wojdowski und Ulrich Clausing (zuständig im Kanuverband NRW für Gewässerschutz und Rechtsfragen) eingeladen. In dieser Vorstandssitzung haben wir verabredet in einem ersten Schritt die im Kreis vertretenden Fraktionen anzuschreiben – also die Politiker auf unser Problem aufmerksam zu machen. Über den Bezirksverteiler wurden alle Kanuvereine im Bezirk 3 um Unterstützung gebeten. Die Offenlegung konnten wir nicht verhindern, aber die im Kreistag vertretenden Fraktionen haben uns zugesagt, die Interessen der Kanusportler zu unterstützen.

Der Landschaftsplan Lippe, der in seiner geplanten Form massive Einschränkun­gen für den Kanusport beinhaltet, liegt nun öffentlich aus und alle Betroffenen haben bis zum 18. November 2016 die Gelegenheit ihre Einwendungen, Hinweise oder Bedenken gegenüber der Verwaltung zu äußern. Diese Einwände müssen durch die Verwaltung bearbeitet werden. Am 29. Mai 2017 wird dem Kreistag der Landschaftsplan zum Beschluss vorgelegt und dort werden auch die Kreistagsmitglieder über unsere Einwendungen, die Antwort der Verwaltung und eventuelle Änderungen im Landschaftsplan informiert.

Wir haben jetzt die Gelegenheit zu beweisen, dass wir keine Randsportart sind. Es gibt alleine im Bezirk 3 über 4.600 organisierte Kanusportler, in ganz NRW sind ca. 35.000 Kanuten in Kanusportvereinen organisiert.

Die geplante Sperrung wird die Ausübung des Kanusports auf der Lippe massiv einschränken!

Also bitte ich euch als aktive Kanusportler und als Verantwortliche in den Vereinen von eurem Recht Gebrauch zu machen. Nehmt bitte Stellung zu dem veröffentlichten Landschaftsplan und macht eure Einwände gegenüber der Kreisverwaltung Recklinghausen geltend. Weitere Informationen zur öffentlichen Auslegung des Landschaftsplans findet ihr hier.

Der Bezirk 3 Kanu NRW hat eine entsprechende Stellungnahme verfasst, die ihr hier findet. Bitte nutzt diese Chance und setzt euch für unseren Sport ein.

Mit sportlichem Gruß


Elke Heuver – Vorsitzende Bezirk 3 KANU NRW